| Prof. Rudolf Bohren hielt an Pfingsten 2007 in der Kirche Affoltern seine letzte Predigt über Psalm 42 ("Wie der Hirsch nach frischer Quelle").
Er hat später den Wunsch ausgedrückt, noch einmal bei uns über Psalm 100 predigen zu dürfen. Das war ihm leider nicht mehr möglich. Psalm 100 steht als Leitvers auf der Todesanzeige. Sie können den Psalm hier lesen als sein Testament an uns.
Psalm 100
Jauchzet dem Herrn alle Welt!
Dienet dem Herrn mit Freuden;
kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken!
Erkennet, dass der Herr Gott ist!
Er hat uns gemacht - und nicht wir selbst -
zu seinem Volk und zu Schafen seiner Weide.
Gehet zu seinen Toren ein mit Danken,
zu seinen Vorhöfen mit Loben;
danket ihm, lobet seinen Namen!
Denn der Herr ist freundlich,
und seine Gnade währet ewig
und seine Wahrheit für und für.
Rudolf Bohren junior hat am 10. Februar anlässlich der Beerdigung seines Vaters auf dem Friedhof in Dossenheim bei Heidelberg drei Texte seines Vaters gelesen:
schick deinen engel
schick
deinen engel
zur nacht
gib
deine träume
zum reich
und
ein aufstehn
zu dir (aus rudolf bohren, "texte zum weiterbeten")
mehr braucht es nicht
an den rebstöcken vorbei
hört ich mich sagen
ich hab dich gern
mehr braucht es nicht (aus rudolf bohren, "berge-weinberge")
advent
einmal
werden die rebstöcke
nicht länger krumm stehen
einmal recken sie ihre hälse
und
springen aus der erde
vor
freude (aus rudolf bohren, "berge-weinberge")
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